Areal Löwengarten

Ort: Löwengartenareal, 9400 Rorschach
Wettbewerb: 1. Rang 2010
Ausführung: 2016 – 2019
Bauherrschaft: UZE AG; Rosenberg Invest AG
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Das Löwengartenareal ist für Rorschach ein wichtiger und bekannter Ort mit viel Geschichte. Durch die Schliessung der Brauerei Löwengarten verlor das Areal nach 135 Jahren seine ursprüngliche Nutzung. Die neue Bebauung soll mit einer dichten, städtischen Mischnutzung an die Geschichte des Ortes anknüpfen. Das Areal soll wieder ein identitätsstiftender Ort werden und das Quartier vielschichtig bereichern.
Die Parzelle wird durch die Verläufe der St.Gallerstrasse und der Löwengartenstrasse aufgespannt und ist durch eine nach Norden abfallende Topografie geprägt. Gemeinsam mit der unter Abbruch-Schutz stehenden, ehemaligen Abfüllerei definieren die beiden Längsbaukörper einen öffentlichen Platz. Dieser Stadtraum war in seiner Dimension in der bisherigen Struktur vorhanden und soll weiterhin als städtebaulicher Identifikationspunkt dienen. Mehr


Auf der Westseite wird die Bebauung durch ein höheres, punktförmiges Gebäude abgeschlossen. Im Süden definieren die Neubauvolumen einen halböffentlichen Aussenraum, welcher der Wohnnutzung zugeordnet ist. Dem südlich gelegenen Längsbaukörper wird ein niedrig gehaltener Baukörper mit Reiheneinfamilienhäusern vorgelagert. Die Neubauten passen sich in ihrer Kubatur und Höhe in die Umgebung ein und zollen der ehemaligen Abfüllerei Respekt.
 
Die neuen Gebäude auf dem Löwengartenareal sollen den Geist der ehemaligen Brauerei weitertragen. Auf städtebaulicher Ebene geschieht dies durch die Setzung der Volumen in starker Anlehnung an die bestehende Industrieanlage. In den Fassaden wird auf der Material- sowie der Lochungsebene auf den Bestand Bezug genommen. So zeigt sich die bestehende Brauerei trotz ihrer Grösse in kleinmassstäblichen, hochformatigen Teilvolumen. Dieses Spannungsfeld von vertikalen und horizontalen Ausdruckselementen mit teilweise hohem Maueranteil hat den Ausdruck der Neubauten stark mitbestimmt.
 
Die neue Struktur ist geprägt durch eine Nutzungsvielfalt in den Bereichen Verkauf, Dienstleistung, Büro, Gastronomie und Mietwohnen. Im Erdgeschoss sind frei unterteilbare Verkaufsflächen, mehrere kleinere Läden sowie eine Gastronomienutzung im Bestandesgebäude vorgesehen. Die Dienstleistungs- und Büroflächen werden im Zwischengeschoss und im 1. Obergeschoss angeordnet. Die Wohneinheiten sind in den weiteren Obergeschossen situiert. Die Wohnungen sind zweiseitig orientiert und profitieren sowohl von der Besonnung aus Süden, als auch vom attraktiven Seeblick im Norden. Weniger

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