Altersheim Lindenhof

Ort: Lindenstrasse, 9000 St.Gallen
Direktauftrag: 1988
Ausführung: 1990 – 1995
Bauherrschaft: Verein Alters- und Pflegeheim Lindenhof St.Gallen
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Die alte Pension Lindenhof war schon immer ein Identifikationspunkt im Quartier St.Fiden. Das dominante Hauptgebäude mit Walmdach und Kreuzgiebel ist bis heute der Schwerpunkt der Anlage. Der alte Anbau im Osten, wie auch die beiden 1967 errichteten Westgebäude wurden durch zwei neue Flügelbauten ersetzt. Der baulich geschlossene Charakter der Lindenstrasse wird durch die Neubauten ergänzt, wobei diese auf die angrenzenden Bauten Bezug nehmen. Der Richtungswechsel der Quartierstruktur wird in der Auffächerung des Westbaus aufgenommen und bewirkt eine gute Eingliederung der Gesamtanlage in die umliegende Bebauung. Das Alters- und Pflegeheim ist über den bestehenden Haupteingang an der Lindenstrasse zugänglich. Über den Hof wurde neu ein rollstuhlgängiger Zugang geschaffen. Mehr

 
Durch das Freistellen des alten Hauptgebäudes und das Anfügen der beiden Flügelbauten mittels architektonischer Gelenke bleibt der Altbau als Hauptbau dominant. Der sich nach Süden öffnende Hof wird zum neuen Zentrum der Gesamtanlage. Der Freiraum mit Café und Gartenterrasse wird als Begegnungs- und Aufenthaltsraum von den Pensionären, wie auch von den Quartierbewohnern rege benutzt.
Bewusst wurde bei den Fassaden auf den Kontrast zwischen Alt- und Neubauten gesetzt, ohne jedoch auf die Wirkung einer Gesamtanlage zu verzichten. Südseitig sind die grosszügigen Balkone der Aufenthaltsbereiche auf die Strassenachse ausgerichtet. Durch das Zurücksetzen des Westflügels an der Lindenstrasse wird die Erkersituation am Altbau aufgewertet. Diese Massnahmen ermöglichen den Pensionären auch visuell am Quartierleben teilnehmen zu können.
 
Das Pflegeheim im Westflügel als betriebliche Einheit, ist neu über das Erdgeschoss mit dem Hauptbau verbunden. Demgegenüber sind der Hauptbau und der Ostflügel als Altersheim stockwerkweise über eine Art Brücke miteinander verbunden.
Beim Durchschreiten der einzelnen Gebäudetrakte erlebt der Betrachter die unterschiedlich formulierten Erschliessungsräume von Alt- und Neubauten. Die Verbindungswege wirken dank den angrenzenden Aufenthaltsräumen grosszügig und abwechslungsreich. Dabei wird den Bewohnern die Orientierung leicht gemacht.
 
ln den drei Gebäudetrakten sind die Aufenthaltsbereiche dementsprechend unterschiedlich ausgebildet. Als offene Zone mit Treppe im Ostflügel, als halboffener Raum mit Erker im Altbau und als erweiterter Erschliessungsraum im Westflügel sind diese Räume auch verschieden nutzbar.
Entsprechend dem äusseren Erscheinungsbild sind auch die Innenräume von Alt- und Neubauten differenziert gestaltet. Beim Altbau wurde auf der bestehenden Gebäudestruktur aufgebaut und die Charakteristik des Innenausbaues übernommen. Die Haltung bei den Neubauten dagegen widerspiegelt einen anderen Ausdruck. Weniger

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